Tyron Zeuge gewinnt vorzeitig in Runde 8

Tyron Zeuge feiert eindrucksvolles Comeback nach seiner Niederlage gegen Rocky Fielding. Zeuge besiegte am Samstag in der MBS Arena in Potsdam den Senegalesen Cheikh Dioum durch technischen K.o. in der achten Runde. Der Kampf wurde LIVE im RBB übertragen.

Tyron Zeuge mit Blitz-Ko

Der Schützling von Jürgen Brähmer ist weiterhin der Weltmeister der WBA im Supermittelgewicht. In einem kurzen Gefecht gegen Isaac Ekpo gewann er durch TKO. Nach Potsdam ist es Zeuges zweiter Sieg gegen den Nigerianer. Der Kampf begann wie er endete. Mit einem überlegenen Tyron Zeuge. Der Berliner schoss seine Schlaghand in jede noch so kleine Lücke. Ende der ersten Runde musste der Nigerianer runter. Nur mit Mühe rettete er sich in die Pause. Zeuge setzte nach. Erneut musste Ekpo schwere Treffer nehmen. Nach 1:26 min in Runde zwei machte der junge Berliner den Sack zu. Daran konnte auch Don King nichts ändern. Der weltberühmte Boxpromotor mit der legendären Starkstromfrisur managt Ekpo und musste mit ansehen, wie Zeuge seinen Schützling TKO schlug. “Das war eine konzentrierte und starke Leistung von Tyron. Ich bin sehr zufrieden. Er hat gezeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Wir werden noch viel Freude an Tyron haben”, so Brähmer.

Brähmer vor dem Rückkampf gegen Ekpo: “Tyron muss das richtig stellen!”

Jürgen Brähmer hat Tyron Zeuge zum WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht gemacht. Als einziger aktiver Spitzenboxer (weltweit) hat er als Trainer dieses Kunststück geschafft. Am 24. März (live auf SPORT1) steht in Hamburg die dritte Titelverteidigung an. Gegner von Zeuge wird Isaac Ekpo sein. Nach seinem Abbruchsieg (März 2017 in Potsdam) muss sich der Brähmer-Schützling erneut dem unsauber boxenden Nigerianer stellen. Wie Jürgen Brähmer den Berliner Weltmeister auf diesen Kampf vorbereitet hat, lesen Sie im folgenden Interview.

Jürgen Brähmer, wie lief die Vorbereitung mit Tyron Zeuge?

Jürgen Brähmer: „Seit dem 10. Januar haben wir in Schwerin trainiert. Tyron hatte schon vorab Hausaufgaben mitbekommen und bereits vorher seinen Trainingsplan absolviert. Das war sehr hilfreich, da er schon vorbereitet ins Training eingestiegen ist. Ich bin mit der gesamten Vorbereitung zufrieden.“

Gab es Veränderungen im Trainingsablauf?

Jürgen Brähmer: „Ja, wir haben ein paar Sachen umgestellt. Zunächst gab es viele athletische Einheiten in Kombination mit speziellem Training. Wir haben zudem den Belastungsgrad bei vielen Einheiten erhöht. Dadurch haben wir exzellente Grundlagen gelegt. Tyron war zudem während der gesamten Vorbereitung immer konzentriert bei der Sache und wirklich in jeder Trainingseinheit motiviert. Die körperliche und psychische Verfassung vor dem Kampf könnte nicht besser sein!“

Der erste Kampf gegen Ekpo lief ein wenig aus dem Ruder. Ekpo boxte sehr unsauber, verteilte Kopfstöße, schlug nach und klammerte viel. Wie stellen Sie Ihren Schützling auf solch einen Gegner ein?

Jürgen Brähmer: „Klar, wir haben uns, insbesondere nach dem Verlauf des ersten Kampfes, darauf eingestellt, dass Ekpo nicht der sauberste Boxer ist. Wir haben viel Bewegungstraining absolviert, um nicht statisch zu sein und Ekpo ein stehendes Ziel zu bieten. Bewegung und Variabilität ist der Schlüssel, um sich aus der Umklammerung Ekpos zu lösen.“

Gibt es weitere Erkenntnisse aus dem ersten Kampf gegen den Nigerianer?

Jürgen Brähmer: „Ja, nämlich dass Ekpo eigentlich wenig hat, was Tyron gefährlich werden kann! Wichtig ist – Tyron darf sich nicht auf das Niveau von Ekpo begeben. Er muss sauber boxen, dann wird er ihn klar beherrschen. Mit seinen boxerischen Miteln, das ist auch klar, kann Ekpo Tyron jedenfalls nicht schlagen.“

Wie wichtig war Ihnen als Trainer die erneute Kampfansetzung gegen Isaac Ekpo?

Jürgen Brähmer: „Sehr wichtig! Tyron muss das richtig stellen.“

Die Grippewelle hat auch Ihre Trainingsgruppe erwischt. Sie mussten das WBSS-Halbfinale absagen, Ihr Schützling Araik Marutjan den Kampf in Ludwigsburg. Wie kam Tyron Zeuge unbeschadet durch die Virus-Welle?

Jürgen Brähmer: „Um möglichen Ansteckungsgefahren vorzubeugen, sind wir u.a. auch nach Kienbaum gegangen. Neben besten Trainingsbedingungen, hatten wir hier auch sehr viel Ruhe und keine großen Menschenmengen, die Tyron hätten anstecken können.“