Blitz-Knockout gegen Glazewski – Brähmer siegt am Nikolaustag

Der alte und neue WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht heißt Jürgen Brähmer. Bei seiner Titelverteidigung am vergangenen Samstag in Oldenburg ließ der Schweriner Champion aus dem Berliner Sauerlandstall nichts anbrennen. Bereits nach 43 Sekunden schickte Brähmer seinen ponischen Kontrahenten Pawel Glazweski mit einen krachenden Leberhaken zu Boden. Der 45. Sieg im 47. Profikampf und die dritte Titelverteidigung seines WBA-Titels. Die Leistung von Jürgen Brähmer beeindruckte alle Zuschauer, war die Vorbereitung doch alles andere als ruhig verlaufen. Vor zwei Wochen erst brachte Brähmers Frau Tatjana den 54 Zentimeter großen und 4120 Gramm schweren Sohn Joris zur Welt – mitten in der Sparringsphase. Dass den Schweriner so schnell nichts aus der Fassung bringt, zeigte er dann in beeindruckender Weise bei seinem Blitz-K.o. gegen Glazewski. “Ich habe mich sehr gut vorbereitet auf den Kampf, sehr konzentriert. Ich habe nicht umsonst für zwei Jahre unterschrieben, ich habe noch einiges vor. Ich habe mich nach der Vorbereitung noch nie so frisch gefühlt”, sagte Brähmer direkt nach dem Kampf.

Für Brähmer ist auch ein Wechsel vom Halbschwergewicht ins Supermittelgewicht nichts ausgeschlossen. “Das ist interessant. Aber dazu werde ich mich erst Ende des Jahres äußern”, erklärte der Weltmeister. Mögliche Gegner bei einem Gewichtsabstieg wären unter anderem Felix Sturm oder Robert Stieglitz. Jetzt freut sich Brähmer erst einmal auf ein Weihnachtsfest im Kreise seiner vergrößerten Familie. “Ich möchte mich bei allen Fans in Oldenburg, aber auch in der ganzen Welt bedanken. Ich habe unglaublich viele Zuschriften erhalten und freue mich über die vielen Glückwünsche – zum Sieg und zur Geburt meines Sohnes”, so Brähmer.