Brähmer kehrt für World Boxing Super Series ins Supermittelgewicht zurück

Jürgen Brähmer (48-3, 35 KOs) wechselt vom Halbschwer- zurück ins Super-Mittelgewicht, wo er ab September mit sieben anderen Weltklasse-Boxern im KO-Format um die Muhammad Ali Trophy kämpfen wird. Mit dabei sind bisher WBA Super Champion George Groves sowie die ungeschlagenen Herausforderer Jamie Cox und Erik Skoglund. Die vier weiteren Teilnehmer werden in Kürze präsentiert. Am 8. Juli findet in Monaco die Auslosung statt, bei der die Top Vier der Setzliste ihren Gegner aus den vier ungesetzten Boxern selbst auswählen.

“Ich freue mich auf das Turnier”, so Brähmer. ”Ich bin vorbereitet. Der Gewichtswechsel ist keine Herausforderung für mich. Ich habe mehr als 30 Kämpfe meiner Profilaufbahn im Supermittelgewicht absolviert und kehre jetzt für das Turnier in meine ursprüngliche Gewichtsklasse zurück. Auf meine Gegner bin ich gespannt.”

Roberto Dalmiglio, Head of Management Board bei Comosa, freut sich über die prominente Neuverpflichtung. ”Stand jetzt haben wir fünf aktuelle und drei Ex-Weltmeister im Turnier sowie zwei ungeschlagene Herausforderer”, so Dalmiglio. ”Die World Boxing Super Series erfüllt das gegebene Versprechen, die Besten gegen die Besten antreten zu lassen. In den nächsten Tagen werden wir weitere hochkarätige Teilnehmer verkünden.”

Richard Schaefer, Comosas Chairman of the Americas, fügt hinzu: ”In der World Boxing Super Series gibt es so viele spannende Geschichten: Champions gegen Champions, Champions gegen Herausforderer und Jugend gegen Erfahrung. Jürgen Brähmer hat in seiner Karriere schon so viel erreicht, seine Kampfbilanz von 48 Siegen und nur drei Niederlagen spricht für sich. Die Youngster nehmen sich besser vor ihm in Acht.“

In der World Boxing Super Series treten ab September die acht weltbesten Cruiser- und Supermittelgewichtler im KO-Format gegeneinander an. Alle Teilnehmer werden in Monaco bei der Auslosung vor Ort sein. Moderiert wird die Gala von der bekannten Schweizerin Melanie Winiger. Als Gäste werden hochrangige Personen als der Sport-, Medien und Marketing-Welt erwartet.

Erfolg für Coach Brähmer: Tyron Zeuge verteidigt WM-Titel eindrucksvoll – Denis Radovan mit souveränem Punktsieg

Mit einer Glanzleistung verteidigte der Berliner Tyron Zeuge gegen Paul Smith in Wetzlar seinen WBA-Weltmeistertitel. Die Jury hatte den Fighter des Sauerland Teams einstimmig vorn. (119:108 119:108 119:108) Dadurch bleibt Zeuge der letzte deutsche Weltmeister in einem der vier großen Weltverbände. Zeuge dominierte gegen Smith das Ringgeschehen. Der 34-jährige Liverpooler zeigte sich überraschend wenig. Das war auch schwer, denn Zeuge agierte mit einer verblüffenden Stabilität. Nicht eine Runde wich er von seinem konsequenten, vor allem aggressiven Angriffsboxen ab.

Die Hektik, die er zuletzt gegen Ekpo zeigte, hatte er abgeschüttelt. Dass der deutsche Mittelgewichtler nicht zum Spaß-Boxen angetreten war, merkte Smith bereits in der zweiten Runde. Nach einem „Zeuge-Hammer“ öffnete sich ein Cut über seinem Auge. Im letzten Durchgang musste der Engländer sogar kurz runter. Coach Brähmer war stolz. “Tyron hat heute genauso gekämpft, wie ich mir das vorstelle. Er hat von der ersten bis zur letzten Sekunde starkes Boxen abgeliefert.”

Denis Radovan stand kurz davor, sein Gefecht gegen Josip Duric vorzeitig zu beenden, denn er schüttelte den Kroaten mit vielen Schlaghänden und Aufwärtshaken mächtig durch. Aber Duric schaffte es, sich durch die sechs Runden zu beißen. Jürgen Brähmer, der Radovan zum nächsten Weltmeister ausbilden will, wusste warum der KO ausblieb: „Immer wenn Denis mitgeschlagen hatte, dann wurde es brandgefährlich. Leider fehlten die Gelegenheiten, um den Sack zuzumachen. Trotzdem, tolle Leistung von Denis.“

Foto: go4boxing

Youngster Radovan muss gegen Duric an und wünscht sich Stallduell gegen Härtel

Denis Radovan (vier Kämpfe, vier Siege) wird in Wetzlar seinen fünften Profikampf bestreiten. Der Kölner, der bei Jürgen Brähmer in Schwerin trainiert, muss gegen den Kroaten Josip Duric (3-1) ran. “Ich freue mich auf jeden Kampf”, sagt Radovan, der ein klares Ziel vor Augen hat: Einen Titelkampf Ende 2017/Anfang 2018!

Für das Gespann Radovan/Brähmer ist die Marschroute klar. “Wir wollen mit Denis noch drei bis vier Kämpfe bis zum Jahresende machen”, sagt Jürgen Brähmer. Und dann soll auch schon der erste Titel her! “Ein kleiner Titelkampf Ende 2017 oder zu Jahresbeginn wäre schon klasse”, ergänzt Radovan. Für den Kölner aus dem Team Sauerland kann es nicht schnell genug gehen! Erst am 13. Mai überzeugte Radovan mit einem TKO-Sieg über Francisco Duran in Rheinstetten/Karlsruhe. Vier Wochen später steht schon der nächste Kampf an. Jürgen Brähmer: “Das ist eine gute Taktung für Denis. Nach Wetzlar darf er aber einen Kurzurlaub machen.”

Vorher gilt es aber Gegner Nr. 5 bei den Profis zu schlagen. Radovan hofft auch auf Unterstützung seiner Fans. “Es sind eineinhalb Stunden von Köln nach Wetzlar. Da werden bestimmt viele kommen”, sagt der Rheinländer. Apropos Köln: Der Brähmer-Schützling wünscht sich für die Zukunft neben einem “kleinen” Titelkampf, auch eine Sauerland-Veranstaltung in seiner Heimatstadt. Radovan: “Das wäre mein Traum – ein Titelkampf daheim, das hätte was.” Und auch wenn er gegen jeden und “überall” in den Ring steigen würde – einen Wunschgegner hätte er auch noch anzubieten. Brisant: Es würde dann zu einem Stallduell kommen! Radovan: “Ich habe als Amateur drei Mal gegen Stefan Härtel verloren – davon wurde ich ein Mal stark benachteiligt. Das würde ich sehr gerne geraderücken!”